Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MPkt BPkt
1. SC Haar 1 ** 6 6 – 0 17,0 – 7,0
2. SK Rochade Augsburg ** 6 6 6 – 0 16,5 – 7,5
3. SC Roter Turm Altstadt ** 5 6 – 0 14,0 – 10,0
4. SC Kempten ** 5 6 4 – 2 14,5 – 9,5
5. SC Garching 3 ** 5 4 – 2 13,0 – 11,0
6. FC Bayern München 4 3 ** 4 4 2 – 4 11,0 – 13,0
7. SC Dillingen 4 ** 1 – 5 10,0 – 14,0
8. SC Sendling 2 2 4 ** 1 – 5 8,0 – 16,0
9. TSV Haunstetten 2 2 ** 0 – 6 8,0 – 16,0
9. SK Marktoberdorf 3 2 3 ** 0 – 6 8,0 – 16,0

 

1. Runde am 09.10.2022: SC Sendling – SK Rochade Augsburg

 

SC Sendling
DWZ ELO SK Rochade Augsburg
DWZ ELO 2 – 6
1 2 Ryzhkov, Vadim 2108 2170 2 Otte, Marco 2103 2207 ½ – ½
2 3 Haas, Peter 2071 2076 3 Zehrfeld, Thorsten 2090 1947 0 – 1
3 4 Schamberger, Alfons 2068 2127 4 Weichelt, Jens 2029 2062 ½ – ½
4 5 Nissen, Jens 2057 2133 5 Stork, Simon 2013 2069 ½ – ½
5 6 Stiefel, Roland 1993 2074 6 Zimmermann, Dietmar 2007 2074 ½ – ½
6 13 Schmitz, Tim 1854 1848 7 Birth, Waldemar 1957 1933 0 – 1
7 14 Staudacher, Leon 1826 1795 8 Lapin, Oleg 1821 1854 0 – 1
8 19 Cholewa, Pawel 12 Wiedemann, Manfred 1698 1785 0 – 1
Schnitt: 1996 2031 Schnitt: 1964 1991

 

Nachdem wir in der letzten Saison den Klassenerhalt erst in den letzten Runden sichern konnten, wollten wir es diesmal besser machen. Allerdings mussten wir zum Auftakt zum letztjährigen Zweitplatzierten, dem SC Sendling, gegen den wir klar verloren hatten. Und es sah gar nicht gut aus. Unser Brett 1 fehlte und ein Ersatzspieler nach dem anderen sagte ab, so dass es am Samstagabend danach aussah, dass wir ein Brett unbesetzt lassen müssen. Doch dann meldete sich überraschenderweise Manfred doch noch einsatzbereit und so konnten wir vollzählig nach München fahren. Und Manfred war es auch, der uns gleich in Führung brachte. Sein Gegner opferte bei heterogenen Rochaden in der Annahme, mattzusetzen, die Dame. Und Manfred nahm sie nicht, obwohl es nicht matt geworden wäre. Aber er gewann nach einem weiteren Fehler zumindest einen Turm, was auch reichte. Dann folgte ich mit meinem Lieblingsresultat. Zwar hätte ich einen Bauern gewinnen können, doch der Gegner hatte einen starken Läufer und ich einen offenen König und da war mir das Risiko dann doch zu groß. Dann konnte Oleg weiter erhöhen. Bei ebenfalls gegensätzlichen Rochaden opferte sein Gegner zwei Bauern, doch sein Angriff schlug nicht durch. Auch Waldemars Gegner opferte einen Bauern, ohne Kompensation nachweisen zu können und so standen wir kurz vor dem Mannschaftssieg, den Thorsten dann perfekt machte. Nach wie immer seltsamer Eröffnung nahm er seinem Gegner ein leicht besseres Doppelturmendspiel ab. Auch Simon spielte eine für mich seltsame Eröffnung, aber auch mit Mehrbauer. Doch den bekam der Gegner wieder und die Partie verflachte. Remis war das folgerichtige Ergebnis. Wirklich in Verlustgefahr schwebte Dietmar, dem die Eröffnung danebengegangen war. Gegnerisches Läuferpaar und Minusbauer bei offener Stellung ließ nichts Gutes erahnen. Doch mit Glück und Geschick gelang es Dietmar tatsächlich, den Laden zusammenzuhalten, und in immer noch leicht besserer Stellung willigte der Gegner in eine Zugwiederholung ein. Letztendlich steuerte noch Marco einen halben Punkt bei, der zwar erst einen Bauern gewinnen konnte, dann aber deren zwei zurückgeben musste, das resultierende Turmendspiel aber remis halten konnte. Ein gelungener Auftakt, auch wenn das Ergebnis vielleicht einen Punkt zu hoch ausfiel.

Jens

 

2. Runde am 23.10.2022: SK Rochade Augsburg – TSV Haunstetten 2

 

SK Rochade Augsburg
DWZ ELO TSV Haunstetten 2 DWZ ELO 6 – 2
1 2 Otte, Marco 2103 2207 3 Bindl, Roland 2067 1 – 0
2 4 Weichelt, Jens 2029 2062 4 Martin, Michael 2014 2053 1 – 0
3 5 Stork, Simon 2013 2069 6 Beck, Gerald 1948 1964 ½ – ½
4 6 Zimmermann, Dietmar 2007 2074 7 Zwick, Werner 1875 ½ – ½
5 7 Birth, Waldemar 1957 1933 11 Kowalewski, Przemyslaw 1829 1 – 0
6 8 Lapin, Oleg 1821 1854 12 Pribyl, Felix 1607 0 – 1
7 10 Jagdhuber, Hans 1786 1929 18 Bleyer, Kevin Michael 1444 1 – 0
8 12 Wiedemann, Manfred 1698 1785 19 Döbel, Maximilian 1344 1 – 0
Schnitt: 1926 1988 Schnitt: 1766 2008

 

Auch gegen den TSV Haunstetten hatten wir letzte Saison verloren, wenn auch nur knapp. Diesmal fehlten mit Philipp und Thorsten gleich zwei vordere Bretter, doch noch ärger gebeutelt war der TSV, so dass wir als Favorit ins Rennen gingen. Besonders an den Brettern 6 bis 8 hatten wir ein deutliches DWZ-Übergewicht. Und so wunderte es nicht, dass Hans als erster seine Partie siegreich beendet hatte. Sein Gegner machte einfach zu viele Fehler, als dass Hans‘ Sieg irgendwann in Frage stand. Dann folgte schon wieder ich. Doch diesmal mit einem Sieg! Ich hatte die Eröffnung wie immer recht zahm behandelt, doch mein Gegner opferte einen Bauern, um die Stellung zu öffnen. Allerdings kam dadurch eher ich in Vorteil, und in schwieriger, aber hochtaktischer und dadurch noch längst nicht entschiedener Lage stellte mein Gegner seine Dame ein. Weiter ging es mit Waldemar. Er hatte durch einen einfachen taktischen Trick gleich in der Eröffnung einen Bauern gewonnen, und bei überlegener Stellung war sein Sieg nur eine Frage der Zeit. Einen halben Punkt steuerte Dietmar bei. In seiner Partie war nichts los, so nach und nach wurde immer mehr abgetauscht und die Partie verließ nie die Remisbreite. Manfreds Gegner hielt lange Zeit gut mit, doch als Manfred einen Königsangriff startete brach er schnell zusammen. Zwar verschmähte Manfred ein Matt in einem Zug und räumte statt dessen die gegnerische Armee ab, aber matt setzen kann man später ja immer noch … 😉 . Damit war der zweite Sieg unter Dach und Fach und es ging nur noch um die Höhe desselben. Simons Partie war auch immer mehr oder weniger im Gleichgewicht, obwohl er im Springerendspiel ganz leicht schlechter stand und durchaus fehlgreifen konnte. Aber das passierte nicht und ein Remis war die logische Folge. Dann gelang dem TSV der Ehrentreffer. Oleg hatte einen Bauern geopfert um den gegnerischen König in der Mitte festzuhalten. Doch öffnete er die Stellung nicht und so konnte der König entfleuchen. Wie der Gegner aber dann die Partie zu Ende spielte, war aller Ehren wert und entsprach nicht annähernd seiner DWZ. Als letzter spielte  dann noch Marco. Er kam nach meiner Meinung etwas schlechter aus der Eröffnung heraus. Um so erstaunter war ich, als der Gegner dann Remis anbot und Marco es ablehnte. Darauf opferte der Gegner einen Bauern, ohne jedoch das Gleichgewicht zu stören. Nach endlosem Lavieren unternahm er dann doch etwas und tatsächlich findet die Blechkiste einen Gewinn mit einem doppelten Figurenopfer, was aber kein normaler Mensch sieht. Letztendlich gelang es Marco doch noch, seinen Mehrbauern umzusetzen und so gewannen wir erneut 6:2, und meiner Meinung nach wieder ein Punkt zu hoch. Aber egal, wir nehmen es gerne mit und grüßen von der Tabellenspitze. Da aber die dicken Brocken noch kommen, lautet unser Ziel nach wie vor Klassenerhalt.

Jens

 

3. Runde am 27.11.2022: SC Garching 3 – SK Rochade Augsburg

 

SC Garching 3 DWZ ELO SK Rochade Augsburg 1 DWZ ELO 3½ – 4½
1 2 Schreiner, Richard 2127 2132 2 Otte, Marco 2103 2207 ½ – ½
2 5 Schlinkmeier, Karsten 2111 2181 3 Zehrfeld, Thorsten 2090 1947 ½ – ½
3 6 Gradwohl, Manfred 1995 1857 4 Weichelt, Jens 1998 2062 ½ – ½
4 7 Wittke, Volker 2023 5 Stork, Simon 2013 2069 0 – 1
5 8 Wunderlich, Elias 1868 1789 6 Zimmermann, Dietmar 2007 2074 ½ – ½
6 11 Lutz, Gerhard 2038 2123 8 Lapin, Oleg 1821 1854 1 – 0
7 18 Neidl, Hans 1773 10 Jagdhuber, Hans 1786 1929 ½ – ½
8 19 Alferova, Emily 1777 1588 11 Vollprecht, Daniel 1811 1806 0 – 1

 

Zur dritten Runde mussten wir nach Garching. Diesmal fehlten Philipp und Waldemar. Aber auch Garching musste drei Stammspieler ersetzen, da zeitgleich ihre erste und zweite Mannschaft spielte. Sowohl Garching als auch wir waren noch verlustpunktfrei und es sollte tatsächlich ein denkwürdiger Mannschaftskampf werden. Aber es begann erst einmal recht unspektakulär nach einer guten Stunde mit einer Punkteteilung durch Zugwiederholung bei Dietmar. Dann folgte schon wieder einmal ich mit dem selben Resultat. Ich hatte die Eröffnung wieder mal verhauen, konnte mich aber gerade noch rauswursteln und war froh, als mir mein Gegner Remis anbot. Dann aber brachte uns Daniel in Front. Zwar kam auch er schlecht aus der Eröffnung und stand zwischenzeitlich klar auf Verlust, aber er nutze einen groben Fehler seiner Gegnerin zum Gegenschlag und zum Sieg. Marcos Partie endete ebenfalls recht unspektakulär remis. Bei Hans wechselte der Vorteil hin und her und jeder stand mal mehr oder weniger klar auf Gewinn. Leider ließ er kurz vor Schluß einen Figurengewinn aus und so fand die Partie mit einem Remis ihr gerechtes Ende. Ich trauerte schon dem verlorenen halben Zähler nach, denn mehr als ein halbes Pünktchen aus den verbliebenen drei Partien war nicht zu sehen. Und so verlor auch Oleg alsbald. Er stand schon aus der Eröffnung heraus klar auf Verlust und bekam auch keine Chance mehr geboten. Doch dann geschah ein Wunder. Thorsten hatte ausgangs der Eröffnung einen Bauern verloren und der Gegner war drauf und dran, diesen im Turmendspiel zu verwerten. Es entstand eine Stellung, in der ich längst aufgegeben hätte (siehe Diagramm). Es gewinnt Ta3, Td3 oder auch Tg3. Statt dessen wollte der Weiße Schwarz wohl in Zugzwang bringen (auf Kd7 folgt Kb7) und spielte Th2?? Nach T:h7! hatte er wohl übersehen, dass er wegen Patt nicht gut zurückschlagen kann, aber auch alle anderen Züge sind nur noch remis. Unglaublich, was für Fehler selbst in der Regionalliga nach einigen Stunden Spielzeit noch gemacht werden. Letztendlich konnte auch Simon seine Stellung noch gewinnen. Zwar hatte er eine Qualität weniger und einen offenen König, aber auch einen gefährlichen Freibauern. Und als der Gegner im Gewinnsinne seine Königsstellung öffnete, kam Simons Läuferpaar voll zur Geltung. Ständige Mattdrohungen und den Freibauern konnte der Gegner nicht mehr abwehren. So gewannen wir den Kampf tatsächlich noch und sind nach drei Runden immer noch ohne Punktverlust. Hochachtung vor den Garchinger Spielern, die das alles mit Humor nahmen und keinesfalls verärgert wirkten. Immerhin hätten wir uns auch über eine Niederlage nicht beschweren können. Der nächste Wettkampf gegen Tabellenführer Haar wird bestimmt auch nicht nicht leichter, doch sollten wir mit nun 6 Punkten nicht mehr ernsthaft in Abstiegsgefahr geraten.